Die Optikentwicklung bei Fagerhult

Die visuelle Qualität des Lichts

Um hochwertige Beleuchtungslösungen zu schaffen, arbeiten wir bei Fagerhult kontinuierlich an der Weiterentwicklung unserer Optimierungsmethoden.

Die visuelle Qualität des Lichts

Eine Lösung für jede Anwendung

Es ist stets wichtig, die jeweilige Lösung auf die spezifische Anwendung abzustimmen. Eine Maßnahme, die ein Problem löst, kann allerdings ein anderes hervorrufen, wie etwa eine verminderte Effizienz, eine Beeinträchtigung der Lichtverteilung oder Auswirkungen auf die durchschnittliche Leuchtdichte und den UGR. Daher müssen mehrere Faktoren berücksichtigt werden. Nicht selten ist es erforderlich, einen guten Kompromiss zu finden.

Lichtmessungen liefern uns wertvolle Informationen über unsere Leuchten. Anhand dieser können wir überprüfen, ob die Lichtplanung und die normgerechten Anforderungen erfüllt werden. Außerdem messen wir die Effizienz der Leuchten.

Zu den wichtigsten Aspekten, die bei der Bewertung der visuellen Qualität (Licht) zu berücksichtigen sind, gehören:

  • Die Leuchte muss auf eine angemessene Lichtleistung eingestellt sein.
  • Die Leuchte muss entsprechend ihrer vorgesehenen Verwendung installiert werden, zum Beispiel:
    - eine Einbauleuchte muss in einer abgehängten Decke installiert werden
    - eine Pendelleuchte muss in einem angemessenen Abstand zur Tischplatte positioniert werden
    - eine Pollerleuchte muss in der richtigen Höhe über dem Boden installiert werden.
  • Wird die Leuchte in der Nähe einer Wand platziert?
  • Wird die richtige Fläche beleuchtet? Asphalt, Industrieböden usw.?

Simulation

Durch die Simulation eines visuellen Problems können wir die Lösung optimieren, das Problem minimieren und/oder ganz vermeiden. Die Simulation ist ein wichtiges Werkzeug bei der Entwicklung unserer Optiken. Sie kann Prototypen allerdings niemals vollständig ersetzen, wenn es darum geht, eine hohe visuelle Qualität sicherzustellen.


Unter anderem möchten wir Folgendes vermeiden:

Unerwünschte Schatten

Im Falle unerwünschter, durch die Optik verursachter Schatten muss der Kontrast zwischen dunklen und hellen Bereichen verbessert werden. Mögliche Maßnahmen sind:

  • Erzeugung einer gleichmäßigeren Lichtverteilung durch Lichtdiffusion
  • Erhöhung der Anzahl an Lichtpunkten/LEDs
  • Optimierung der Optik, um ein homogeneres Lichtbild zu erzielen

In den meisten Fällen ist eine Kombination dieser Lösungen erforderlich, um ein akzeptables Ergebnis zu erzielen.

Mehrfache Schatten

In den meisten Anwendungen, wie z. B. im Bürobereich, möchten wir Schatten vermeiden, die von Objekten geworfen werden. Wenn der Abstand zwischen den LEDs zu groß ist, erzeugt jeder Lichtpunkt seinen eigenen Schatten, und je größer der Abstand, desto stärker wird der Kontrast zwischen den Schatten.

Eine Möglichkeit, mehrere Schatten zu vermeiden, ist die Verwendung eines maßgeschneiderten Rasters, zum Beispiel Beta Opti Nano. Durch das Hinzufügen mehrerer Lichtpunkte zwischen jeder Zelle im Raster, kombiniert mit einer diffusen Folie und dem Design der Lamellen, wird das Auftreten mehrerer Schatten minimiert, während gleichzeitig eine gute Effizienz und Blendungsbegrenzung beibehalten werden. Insgesamt führt dies zu weicheren Schatten und einem homogeneren visuellen Eindruck.

multiple shadows

Eine ungleichmäßig beleuchtete Fläche

Wir möchten vermeiden, dass beleuchtete Flächen ungleichmäßig ausgeleuchtet werden, wie im folgenden Beispiel, wo ein Poller unregelmäßige Lichtstreifen verursacht. Selbst wenn alle Anforderungen theoretisch – und in Dialux – erfüllt sind, kann es dennoch zu Mängeln im visuellen Erscheinungsbild kommen. Es gibt viele Möglichkeiten, diese zu verringern oder ganz zu verhindern. So lässt sich die Lichtverteilung beispielsweise durch den Einsatz von diffusen Folien oder Oberflächen abmildern.

Color over Angle (CoA)

Mit der Einführung von LEDs traten neue Herausforderungen auf, wie zum Beispiel Color over Angle (CoA). Dies beschreibt, wie sich die wahrgenommene Farbe einer Lichtquelle abhängig vom Betrachtungswinkel verändert.

Die Abbildung links zeigt einen schematischen Querschnitt einer LED. Das blaue Quadrat stellt den Chip dar, in dem das Licht erzeugt wird, und er ist blau gefärbt. Der gelbe Bereich ist eine Phosphorschicht, die das blaue Licht in ein breiteres Farbspektrum umwandelt, sodass es für das menschliche Auge weiß erscheint. Da das Licht unterschiedliche Wege durch die Phosphorschicht zurücklegt, variiert seine Farbe je nach Abstrahlwinkel. Dies kann zu Farbverschiebungen führen – beispielsweise gelbliche oder bläuliche Töne – auf Oberflächen, die eigentlich weiß erscheinen sollen.

 

An unevenly lit surface

We want to avoid illuminated surfaces being unevenly lit, such as in the example below, where a bollard is causing irregular streaks of light. Even if all requirements are met in theory – and in Dialux – there may still be shortcomings in the visual expression. There are many ways to reduce this or prevent it from happening. For example, it is possible to soften the light distribution using diffuse films or surfaces.

 

Wenden Sie sich an uns, um Ihr nächstes Projekt mit uns zu besprechen

Wir wissen, dass Herausforderungen und Bedürfnisse abhängig von Ihren persönlichen Voraussetzungen und von der Projektphase, in der Sie gerade sind, unterschiedlich sind. Unser Input kann Ihnen bereits im Planungsprozess helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Return to top