LED-Umstellung bei Fagerhult – zur Senkung der Klimabelastung
Fagerhult nimmt eine umfassende Umstellung vor, um die Klimaauswirkungen seiner Leuchten zu verringern. Durch das Upgrade auf die neueste LED-Technologie kann Fagerhult die jährlichen Emissionen seiner verkauften Produkte um 2 250 Tonnen CO₂e senken. „Eine kleine Änderung an jeder einzelnen Leuchte, die insgesamt jedoch enorme Wirkung hat“, erklärt Niclas Thulin, Nachhaltigkeitsmanager bei Fagerhult.
Die Entscheidung für die Umstellung der LED-Technologie in den Leuchten ist strategisch ausgerichtet und wurde auf Führungsebene getroffen. In der Praxis heißt das, dass der Großteil des Innenbeleuchtungssortiments von Fagerhult mit neuen LEDs ausgestattet wird, die die neueste Generation der Flip-Chip-Technologie nutzen. Diese Veränderung wird die Effizienz steigern und den Energieverbrauch je nach Leuchtenmodell um 5 bis 10 Prozent senken.
Kleine Veränderung – große Wirkung
„Erfolgreiche Nachhaltigkeitsbemühungen setzen die Konzentration auf das Wesentliche voraus. Der Energieverbrauch durch die Nutzung unserer Produkte steht für 85 Prozent von Fagerhults Klimaauswirkungen in der gesamten Wertschöpfungskette – also Scope 1 bis 3. Deshalb macht es wirklich viel aus, wenn wir die Effizienz steigern und den Stromverbrauch bei einem Großteil unserer Produktpalette senken können“, erklärt Niclas Thulin.

Verlängerte Lebensdauer von 50 000 auf 100 000 Stunden bei gleichbleibend stabiler, hochwertiger Lichtqualität.
„Es ist immer schwierig, genau vorherzusagen, wie viel sich durch eine Veränderung einsparen lässt, da viele Faktoren eine Rolle spielen. „Wenn wir jedoch von Daten aus dem Jahr 2025 ausgehen – wie viele Leuchten wir verkauft haben und in welche Märkte – und eine Nutzungsdauer von 50 000 Stunden ohne Lichtsteuerung veranschlagen, schätzen wir das Einsparpotenzial auf etwa 2 250 Tonnen CO₂e pro Jahr*.“
Das entspricht in etwa einem ganzen Wald:
„Das entspricht ungefähr der Menge an Kohlendioxid, die 90 000 Bäume in einem Jahr binden**. Auf diese Weise könnte sich diese Veränderung erheblich auf unsere Umweltbelastung und die unserer Kunden auswirken.“

Eine einfache Umrüstung auf LED‑Beleuchtung kann die Emissionen um rund 2 250 Tonnen CO₂e pro Jahr senken – das entspricht der Menge an Kohlendioxid, die 90 000 Bäume jährlich binden.
Verdoppelung der Betriebszeit
Diese Umstellung bietet noch weitere Vorteile im Hinblick auf Nachhaltigkeit. Die Betriebsdauer der Leuchten verdoppelt sich von 50 000 Stunden auf 100 000 Stunden. Langfristig wird sich hierdurch der Verbrauch von Ressourcen wie Rohstoffen und anderen Materialien reduzieren. Zudem ergeben sich finanzielle Vorteile für unsere Kunden, die sicher und gewinnbringend in energieeffiziente Beleuchtung mit längerer Lebensdauer investieren können. Dank dieser neuen Technologie verfügen alle Leuchten außerdem über konstanten Lichtstrom. So ist für die gesamte Lebensdauer der Leuchte ein gleichbleibendes, hochwertiges Licht gewährleistet. Kurz gesagt: optimale Lichtergonomie in Hochform.
Funktionsweise
Eine kleine Veränderung, die große Wirkung zeigt – worin besteht aus technischer Sicht genau der Unterschied?
„Unser Ansatz besteht darin, herkömmliche LEDs durch die neueste Generation der Flip-Chip-Technologie zu ersetzen. Vereinfacht ausgedrückt, verfügt der Flip-Chip über ein fortschrittlicheres Design, bei dem Elektroden und andere Kontaktflächen so angeordnet sind, dass sie den Lichtstrom nicht behindern oder beeinträchtigen. Flip-Chip-LEDs sind schlicht energieeffizienter und robuster“, erklärt Niclas Thulin.
Leuchten, die bereits mit diesem LED-Typ ausgestattet sind, werden auf die neueste Generation von Flip-Chip-LEDs umgerüstet, ebenso wie alle Modelle, die bisher mit Standard-LEDs ausgestattet waren.
Win-win in jeder Hinsicht
Die Kosten für die Umstellung werden nicht durch teurere Leuchten an die Kunden weitergegeben, sondern durch die logistischen Vorteile finanziert, die diese Veränderung mit sich bringt.

Niclas Thulin, Nachhaltigkeitsmanager, empfängt regelmäßig Kunden im Nachhaltigkeitszentrum von Fagerhult und zeigt ihnen, wie eine sorgfältige Beleuchtungswahl zum Klimaschutz und zu Kosteneinsparungen beitragen kann.
„Dank größerer Einkaufsmengen und einer reduzierten Zahl von Teilen können wir zusätzliche Vorteile wie verbesserte Energieeffizienz, eine längere Lebensdauer, bessere Lichtqualität und geringeren Energieverbrauch bieten und vor allem einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, betont Niclas Thulin.
„Soziale Verantwortung ist für Fagerhult ein wirklich wichtiges Thema. Wir nehmen diese Verpflichtung sehr ernst und bieten Lösungen, die dem Klimawandel und den Herausforderungen bei der zukünftigen Stromversorgung Rechnung tragen. Unsere Kunden sollten nicht zwischen Finanzierbarkeit und Nachhaltigkeit wählen müssen – denn beides ist vereinbar. Es ist eine Win-win-Situation in jeder Hinsicht.“
*Emissionsfaktoren nach Ländern, die sich in erster Linie auf Daten der Association of Issuing Bodies (AIB) stützen.
**Auf der Grundlage der durchschnittlichen Kohlendioxidaufnahme gemäß Ecotree.
TEXT AMELIE BERGMAN
FOTO DENNIS BOIJ
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Fagerhult setzt neue Maßstäbe in der Beleuchtungsbranche und stellt seine Leuchten auf die neueste LED-Technologie um. Das führt u. a. zu einer Verdoppelung der Betriebsdauer: von 50 000 auf 100 000 Stunden. „Wir möchten es unseren Kunden leicht machen, die richtige Wahl zu treffen – finanziell und für die Umwelt“, erklärt Marcus Fagerlind, Technischer Leiter für Smart Lighting bei Fagerhult. Jetzt geht Fagerhult den nächsten Schritt in der Entwicklung von Beleuchtungstechnik. In Zukunft sind die Leuchten mit LED der neuesten Generation ausgestattet, die auf der Flip-Chip-Technologie basieren. Dies sichert unseren Kunden eine Beleuchtung, die sich durch höhere Energieeffizienz, geringeren Energieverbrauch und hervorragende Lichtqualität auszeichnet – und dazu eine doppelt so lange Betriebsdauer bietet. „Flipped“-Technologie Ein Flip-Chip ist ein LED-Chip in Spitzenqualität, der auf bewährter Technologie basiert. Sein Design unterscheidet ihn von herkömmlichen LEDs. Section: Flip chip headline „Ein LED-Chip besteht aus einer Reihe verschiedener Materialschichten, die die Wellenlänge und die Eigenschaften des Lichts bestimmen. Bei einem Standardchip ist der Aufbau einem Schichtkuchen vergleichbar, durch den Licht von unten nach oben dringt. Ganz oben auf dem „Kuchen“ sind Elektroden angebracht, die über Gold- oder Silberdrähte verbunden sind. Da sich diese Kontaktflächen oben befinden, schirmen sie einen Teil des Lichts ab, was die Lichtleistung und damit die Energieeffizienz beeinträchtigt. „Bei Temperaturschwankungen werden diese Drähte außerdem stark beansprucht. Hierdurch sind sie eine potenzielle Fehlerquelle, wodurch die Lebensdauer des LED-Chips verkürzt werden kann“, erklärt Marcus Fagerlind: Marcus Fagerlind, Technischer Leiter für Smart Lighting bei Fagerhult, im Experience Centre in Habo, wo Lichtlösungen erforscht und vorgeführt werden. Bei einem Flip-Chip wurde der Chip ganz einfach umgedreht, sodass sich alle Kontaktflächen an der Unterseite des Chips befinden. So kann das Licht ungehindert strömen, nebenbei arbeitet der Chip effizienter und ohne Störfaktoren. Die Anordnung der Kontaktflächen an der Unterseite trägt außerdem dazu bei, mögliche Fehlerquellen in den Anschlusskabeln zu vermeiden. Hierdurch sorgt die Flip-Chip-Technologie für ein Produkt, das effizienter und robuster ist. Erhebliche Energieeinsparungen Die Leuchten von Fagerhult sind mit Flip-Chip-LEDs der neuesten Generation ausgestattet und steigern die Energieeffizienz je nach vorheriger Konfiguration um 5 bis 10 Prozent.Eine Effizienzsteigerung dieser Größenordnung wirkt sich nicht nur erheblich auf den Energieverbrauch und die Betriebskosten aus, sondern auch auf die Klimabelastung des Systems.„In einer unsicheren Weltlage, in der die Energiekrisen einander ablösen, ist es umso wichtiger, den ökologischen Wandel zu fördern – und dafür zu sorgen, dass Energieeffizienz, wirtschaftliche Erwägungen und Umweltfragen miteinander verbunden sind. „Jede Kilowattstunde zählt“, betont Marcus Fagerlind.Auch die Betriebsdauer verlängert sich – von 50 000 auf 100 000 Stunden. Das entspricht einer Verdoppelung der Lebensdauer, wodurch die Leuchten von Fagerhult eine sichere und rentable Investition für die Zukunft sind. Alle modernisierten Leuchten verfügen zudem über konstanten Lichtstrom und sorgen so während ihrer gesamten Lebensdauer für eine sichere, gleichbleibende und hochwertige Beleuchtung. Verlängerte Lebensdauer von 50 000 auf 100 000 Stunden bei gleichbleibender, hochwertiger Lichtqualität. Neuer Branchenstandard Die Umstellung von Standard-LEDs auf Flip-Chip-LEDs betrifft den Großteil des Beleuchtungssortiments für den Innenraum von Fagerhult. Leuchten, die bereits mit Flip-Chip-Technologie ausgestattet sind, werden auf die neueste Flip-Chip-Generation umgerüstet, ebenso wie alle Modelle, die bisher mit Standard-LEDs ausgestattet waren. Diese Veränderung kann die Energieeffizienz der Leuchten verbessern und den Stromverbrauch senken, sodass sich mit geringem Aufwand eine wirklich große Wirkung erzielen lässt.Das klingt nach einem Meilenstein! „Auf jeden Fall“, bestätigt Marcus Fagerlind: „Doch genau dieser Ansatz – die Initiative zu ergreifen und die schwierigen Entscheidungen zu treffen, die für Veränderungen notwendig sind – ist in der Unternehmenskultur von Fagerhult fest verankert. Wir haben nie Kompromisse zwischen Ergonomie und Energieeffizienz gemacht. Stattdessen haben wir uns entschieden, unsere Innovationsbemühungen auf die Entwicklung neuer Lösungen zu konzentrieren. Dieser Schritt ist naheliegend, nicht zuletzt dem Klima zuliebe. Wir wollen unseren Teil der Verantwortung übernehmen. „Das sollte der Branchenstandard sein.“ Heißt das, dass die Leuchten teurer werden?„Genau das ist der Punkt. Wir möchten nicht, dass sich unsere Kunden zwischen guten und noch besseren Optionen entscheiden müssen. Sie sollten auch nicht zwischen soliden Finanzen und Klimaschutz wählen müssen. Die Kosten für die Umstellung werden nicht durch teurere Leuchten an die Kunden weitergegeben, sondern durch die logistischen Vorteile finanziert, die diese Veränderung mit sich bringt. Mit unserem Preismodell erhalten unsere Kunden Zugang zur neuesten Technologie – zu den gleichen Konditionen wie bisher.“
Das Material macht’s – Wrapped präsentiert einen neuen Ansatz für nachhaltige Beleuchtung
In einer Welt, in der jedes Gramm Material und jedes Gramm Kohlendioxid zählt, präsentiert sich Wrapped nicht nur als Leuchte sondern als Statement. Bei der bisher nachhaltigsten Pendelleuchte von Fagerhult wurde nichts dem Zufall überlassen. Jedes Detail, jedes Material, jede Lösung wurde ganz bewusst ausgewählt. Nachhaltigkeit beginnt oft mit einer einfachen Frage: Woraus besteht ein Produkt? Bei Wrapped ist es ein Trio, und jedes Material hat in puncto Umwelt eine eigene Geschichte. Solid Board – ein bekannter, alter Freund Fagerhult hat Solid Board erstmals 2021 für Multilume Re:Think eingesetzt. Bei Wrapped sind wir allerdings noch einen Schritt weiter gegangen. Das Material besteht aus einer dreilagigen Konstruktion mit einem zu 100 % recycelten Kern, einer erneuerbaren, FSC-zertifizierten Deckschicht und einer dünnen Kunststoffschutzfolie. So entsteht ein Material, das insgesamt zu 65% recycelt ist und die CO₂-Emissionen im Vergleich zu fabrikneuem stranggepresstem Aluminium um 89% reduziert. Bildergalerie: Solid Board (Vollpappe) Wrapped besteht aus Bio-Vollpappe, recyceltem Aluminium und recyceltem Kunststoff. Kunststoff neu denken Wenn es um Nachhaltigkeit geht, ist Kunststoff häufig ein brisantes Thema. Aber Plastik ist nicht gleich Plastik. Für Wrapped wird recycelter Post-Consumer-Kunststoff verwendet. Im Gegensatz zu Pre-Consumer-Kunststoff, der noch nie in Gebrauch war, hat PCR-Plastik bereits ein Leben als Shampooflasche oder Lebensmittelverpackung hinter sich. Zitat: Josefin Carlsson Aluminium mit Geschichte Zwei strukturelle Bauteile im Inneren von Wrapped bestehen zu 75 % aus recyceltem Aluminium. Auch dieses Material ist Teil einer zirkulären Infrastruktur – und war vielleicht sogar einmal Teil einer Notor-Leuchte. Im Vergleich zu neu produziertem Aluminium reduziert diese Materialwahl die Emissionen um 64 %. Mehr mit weniger – Design für die Ewigkeit Bei Nachhaltigkeit geht es nicht nur darum, was man verbraucht, sondern auch wie viel. Mit nur 900 mm ist Wrapped kürzer als eine herkömmliche 1200-mm-Pendelleuchte. Allein diese Reduzierung entlastet das Klima um 25 %, ohne die Lichtleistung der Leuchte zu beeinträchtigen. Im Fagerhult Experience Centre in Habo vergleicht Josefin Carlsson die Klimabelastung von Produkten. Ein kurzer Blick in die Vergangenheit ermöglicht, die Auswirkungen von Wrapped besser einzuordnen. Im Jahr 2021 hatte Notor 65 – hergestellt aus fabrikneuem Aluminium – eine Klimabelastung von 34 kg CO₂e. Durch 75 % recyceltes Aluminium sank dieser Wert bis 2024 auf 25 kg CO₂e. Bei Wrapped liegt die Belastung heute nur noch bei rund 12 kg CO₂e. „Das entspricht einem Drittel der Belastung der ursprünglichen Notor 65 und der Hälfte der aktuellen Version. Gemessen in Kilogramm CO₂e ist dies eine stille Revolution“, erklärt Josefin Carlsson. Nach ihrer langen Lebensdauer – schätzungsweise 100.000 Stunden – ist Wrapped für einen ebenso nachhaltigen Abgang bereit. Mit ihrem Design ist die Leuchte leicht zerlegbar, wobei jedes Material recycelbar und für das nächste Kapitel in der Kreislaufwirtschaft vorbereitet ist.